Was ist der Ruheenergieverbrauch?
REE – oft gleichbedeutend mit RMR verwendet – ist die Energie, die dein Körper in 24 Stunden bei völliger Ruhe verbraucht. Typischerweise macht dieser Wert etwa 60-75% deines gesamten täglichen Kalorienverbrauchs aus. Genau deshalb ist er der Ausgangspunkt, wenn du wissen willst, wie viel du essen solltest.
REE vs. BMR vs. TDEE
Die Begriffe liegen eng beieinander und werden oft verwechselt. Der BMR (Basal Metabolic Rate) wird unter strengeren Laborbedingungen nach Fasten und Ruhe gemessen. REE bzw. RMR wird etwas alltagsnäher erfasst und liegt daher meist leicht höher. In der Praxis werden die Begriffe oft fast austauschbar genutzt. TDEE (Total Daily Energy Expenditure) ist dein REE multipliziert mit einem Aktivitätsfaktor.
So arbeitet der Rechner
Der Rechner nutzt die Mifflin-St Jeor-Gleichung, die als eine der verlässlichsten Standardformeln zur Schätzung des Ruheverbrauchs gilt. Anschließend wird dein REE mit einem Aktivitätsfaktor multipliziert, um den TDEE zu schätzen – also deine Erhaltungskalorien.
Beispiel: Ein 70 kg schwerer, 175 cm großer, 30-jähriger Mann erreicht einen REE von etwa 1.649 kcal. Bei mäßiger Aktivität (x 1,55) liegt sein TDEE bei rund 2.556 kcal pro Tag.
Aktivitätsfaktoren
Um aus dem REE deinen Gesamtverbrauch zu machen, multiplizierst du ihn mit dem Faktor, der am besten zu deinem Alltag passt.
| Aktivitätsniveau | Faktor |
|---|---|
| Sitzend (kaum Sport) | x 1,2 |
| Leicht aktiv (1-2 Tage/Woche) | x 1,375 |
| Mäßig aktiv (3-4 Tage/Woche) | x 1,55 |
| Sehr aktiv (5-6 Tage/Woche) | x 1,725 |
| Athletisch (intensives tägliches Training) | x 1,9 |
So nutzt du den REE für deine Ziele
Sobald du deinen TDEE kennst, kannst du Kalorien relativ dazu planen: auf Erhaltung für stabiles Gewicht, etwa 10-20% darunter für Fettverlust oder 5-15% darüber für Muskelaufbau. Weil REE unter anderem von fettfreier Masse abhängt, steigt dein Ruheverbrauch oft langsam mit zunehmender Muskulatur.
Wie erhöhst du deinen Ruheumsatz?
Der wirksamste Weg ist Muskelaufbau bzw. Muskelerhalt durch regelmäßiges Krafttraining, denn Muskulatur ist stoffwechselaktives Gewebe. Jedes Kilogramm Muskelmasse erhöht deinen Ruheverbrauch leicht und macht Gewichtsmanagement langfristig leichter.
Auch andere Faktoren helfen: ausreichend Protein unterstützt Muskulatur und hat einen hohen thermischen Effekt, mehr Alltagsbewegung hält den Gesamtverbrauch oben und extreme Crash-Diaeten vermeiden ist sinnvoll, weil sie den Stoffwechsel und oft auch Muskelmasse drücken. Guter Schlaf und weniger chronischer Stress runden das Bild ab.
